Forecheck – Episode 243 / Bundesliga #34

Constantin Eckner von Spielverlagerung.de (Twitter: @cc_eckner) und PodHost Christoph Fetzer (@fetzi6) melden sich zum Abschluss der Bundesligasaison mit ihrem Fazit.

4 Gedanken zu “Forecheck – Episode 243 / Bundesliga #34

  1. Hallo Christoph,

    Höre gerade diese Folge.

    I hate to break this to you, aber neben Lyon hat auch noch die Juve den nationalen Meistertitel mehr als fünf Mal in Folge gewonnen. Die haben just in diesem Jahr ihre sechste Meisterschaft running eingetütet.

    Viele Grüße Alexander

  2. De rien, de rien. Nicht der Rede wert. Im Gegenteil: Es ist ja schön, dass Deine Sendung immer mal wieder einen Leckerbissen bereithält um die Fraktion der kleinkarierten Besserwisser bei Laune zu halten. 😉

    Wo wir gerade beim Thema Serienmeister Bayern sind: Viele Medien – darunter auch Ihr vom Forecheck und insbesondere Du, Christoph – stehen ja der offenkundigen Dominanz der Bayern in der Bundesliga sehr kritisch gegenüber und sprechen dann gerne vom Spannungstod der Bundesliga, weil ein so absolut dominantes Team wie die Bayern auf Dauer nur dem Publikumsinteresse schaden und die (globale) Attraktivität der Bundesliga stark in Mitleidenschaft ziehen würde.

    Dieser Befund mag aus einer nationalen Perspektive heraus stimmen, denn die Kritik vieler deutscher Fußballfans aller möglichen Vereine an der Übermacht der Bayern mag ja kein vernunftbegabter Mensch ausschließlich auf einen quasi-pawlowschen Anti-Bayern-Reflex zurückführen, aber aus einer globalen Perspektive betrachtet ist er m.E. kaum zu halten. Ich habe in den vergangenen Wochen und Monaten genügend viele Reportagen aus China, Indien, Nigeria etc. gehört und gesehen (u.a. bei Sport Inside und beim Deutschlandfunk) um die (gar nicht allzu gewagte) These zu wagen, dass der FC Bayern mit seinem großen und weiter zunehmenden globalen Appeal der internationalen Bekanntheit, Attraktivität und damit auch den Vermarktungschancen der Bundesliga nur förderlich sein kann.

    Fans aus Indien oder Nigeria sind nicht Fans der Bundesliga, sondern Fans _eines Vereins_, den sie toll oder großartig finden. Viele haben von der Bundseliga noch nie etwas gehört, wissen nicht wo Freiburg ist und haben auch keine Ahnung, wie der Torwart von Eintracht Frankfurt heißt. Das interessiert die auch gar nicht. Was sie interessiert, ist der FC Bayern mit seinem roten Trikot, das sie bei sich auf dem Schwarzmarkt als Imitat kaufen und abends im Slum von Lagos beim Champions League Halbfinale vor dem alten Röhrenfernseher in der lokalen Bar tragen können. Und manche gucken dann vielleicht sogar noch den Saisonabschluss gegen Freiburg und das letzte Spiel von Alonso, dessen Nummer auf der Rückseite ihres Trikots prangt, und gewinnen so einen ersten Einblick in die deutsche Bundesliga und hören von den anderen Vereinen, die dort noch so spielen.

    Und getreu dem Motto steter Tropfen höhlt den Stein wird dann in einem zweiten Schritt velleicht auch die Bundesliga an sich interessanter und Fußballfans in Nigeria, Ghana und Guam beginnen sich auch für andere Vereine zu interessieren. Der BVB soll ja auch schönen und erfolgreichen Fußball spielen. Und irgendwann realisieren die staatlichen Fernsehsender dieser Länder, dass bei ihnen auf einmal ein Markt für die Bundesliga existiert und investieren in die entsprechenden Auslandsübertragungsrechte, was dann die Kassen der DFL und dann auch der Vereine füllt – und zwar aller Vereine, nicht nur die des FC Bayern.

    Kurz gesagt: So sehr ich aus der Sicht eines deutschen Nicht-Bayern-Fan die Kritik an der Monotonie der Bundesliga verstehen kann, so wenig kann ich diese Logik aus einer internationalen Perspektive teilen. Im Gegenteil: Global gesehen ist die weltweite Strahlkraft der Bayern mit ihren beständigen Erfolgen in Meisterschaft und Europapokal ein riesiges Asset (entschuldige bitte den Anglizismus) für den ganzen deutschen Profifußball, sowohl in Sachen globale Bekanntheit als auch finanzieller Profit.

    Viele Grüße
    Alexander

  3. Übrigens: Noch eine Frage zum BVB. Du symphatisierst ja ein wenig mit dem Verein und hast da sicherlich einen viel besseren Einblick und bist auch viel näher dran als ich: Der BVB ist mir in den letzten Jahren als der Verein in der Bundesliga aufgefallen, bei dem im Ligavergleich immer besonders viele überdurchschnittlich intelligente, relflektierte und zu mehr als drei graden Sätzen am Stück fähige Fußballspieler angestellt sind. Ich denke da an solche Namen wie Lars Ricken, Sebastian Kehl, David Owomoyela, Christoph Metzelder, Neven Subotic oder auch Nuri Sahin (und habe dabei bestimmt noch ein oder zwei weitere vergessen). Dasselbe trifft oft auch auf die Trainer zu. Sowohl Jürgen Klopp als auch Thomas Tuchel sind im Ligavergleich sicherlich überdurchschnittlich intelligent, gebildet und reflektiert.

    Wie erklärst Du Dir, dass ein solch intelligenter und vernunftbegabter Mann wie Thomas Tuchel solche Probleme gerade mit den intelligenteren Spielern seiner Mannschaft hat? Subotic z.B. hat er ausgebootet und auch zu Sahin darf man sein Verhältnis wohl ruhigen Gewissens als angespannt bezeichnen. Ich glaube, dass intelligente Menschen i.d.R. andere intelligente Menschen schätzen, weil diese sie besser verstehen und man bei Diskussionen oder Besprechungen eher auf einer Ebene ist. Gerade in einem recht komplexen sozialen Gefüge wie einer Fußballmanschaft kann doch bei einem Spiel der vielzitierte „verlängerte Arm des Trainers“ auf dem Platz extrem wertvoll sein – gerade wenn dieser die selbe spielerische Weitsicht oder auch ein ähnlich tiefgehends taktisches Verständnis wie der Trainer hat.

    Du merkst, ich stehe da vor einem Puzzle. Ist Dir meine Beobachtung auch schon aufgefallen und hast Du eine Idee, woran das liegen könnte?

    Viele Grüße
    Alexander

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